Bremen will nachsteuern – Hausbesuche für Friseure sollen nun doch verboten werden

27. 01. 2021 um 16:33:51 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Wie kürzlich bekannt wurde, sind Friseur-Hausbesuche durch die Corona-Verordnung nicht explizit verboten. Dies sorgte bei vielen Friseuren für Verwirrung und Unverständnis. Der Bremer Senat wolle hier nun nachbessern und auch die Hausbesuche verbieten.

In der Bremer Corona-Verordnung, die seit dem 16. Dezember 2020 in Kraft ist, gibt es ein Schlupfloch, das es mobilen Friseuren erlaubt Hausbesuche bei ihren Kunden durchzuführen. Zwar heißt es in §4 einerseits, Einrichtungen, wie etwa Friseurbetriebe, müssten geschlossen werden, andererseits steht in §6 jedoch, dass Dienstleistungen und Handwerksleistungen, bei denen der Abstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann, erlaubt sind, insofern eine Maske getragen wird und ein Hygienekonzept vorliegt.

Verwirrung und Unmut bei Friseuren

Bei Bremer Friseuren hatte das zuletzt für Verwirrung und auch für Unmut gesorgt. Schließlich sei aus Sicht des Infektionsschutzes ein Besuch in einem Friseursalon sicherer als ein Hausbesuch, der unter Umständen gar keiner Kontrolle unterliege und wo niemand prüfen könne, ob ein Konzept umgesetzt wird oder nicht. Dorothea Lutze aus dem Vorstand der Bremer Friseur-Innung sieht in diesem Schlupfloch eine große Gefahr für die Weiterverbreitung des Virus. Anstatt, sich in die Wohnungen der Kunden zu begeben, wo keinerlei Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Hygienestandards erfolgen, sollte man lieber die Friseursalons öffnen, so Lutze. Dort gäbe es Desinfektionsmittel, Masken und es werde regelmäßig gelüftet. Dies lasse sich dort auch besser überprüfen.

Bremen will nachbessern

Wie mehrere Medien einstimmig berichten, hat die Gesundheitsbehörde inzwischen angekündigt, man wolle die Corona-Verordnung dahingehend überprüfen und anpassen, dass Friseurbesuche beim Kunden nicht mehr möglich seien. Dorothea Lutze pocht dennoch auch eine schnelle Öffnung für ihre Branche. In der Friseurbranche gebe es ohnehin einen Hang zur Schwarzarbeit und die Schließung der Friseursalons verstärke dies noch, so Lutze. Die Menschen würden sich dann womöglich einfach weiter zuhause die Haare schneiden lassen, unter dem Deckmantel der Kontaktbeschränkungen (ein Haushalt + eine weitere  Person).

Symbolbild: Zum Haare raufen. Die Diskussion rund ums Thema mobile Friseure löst bei vielen aus der Branche Verwirrung und Unmut aus. Bildquelle: Fotolia.




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