Bremen will Duschbus für Obdachlose beschaffen – Suppenengel bekommen Standort für Lastenräder

06. 11. 2020 um 11:09:20 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Bremen will für Obdachlose eine mobile Duschgelegenheit beschaffen. Dazu will die Stadt nach dem Vorbild von Städten wie Berlin und Hamburg die Anschaffung eines Wohnmobils, dessen Umbau zu einem „Duschbus“ sowie den Betrieb finanzieren. Außerdem wird für die Suppenengel, die Obdachlose mobil mit warmen Mahlzeiten versorgen, in der Innenstadt eine Station für ihre Lieferfahrräder eingerichtet.

Insgesamt 100.000 Euro für Anschaffung und Umbau des Busses sowie jährlich 90.000 Euro für den Betrieb, sollen für das Projekt bereitgestellt werden. Darauf hatte sich die Deputation für Soziales, Jugend und Integration auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 5. November verständigt. Aus formalen Gründen konnte der Beschluss für die Bereitstellung der Gelder auf der Video-Konferenz noch nicht fallen. Er wird daher nachträglich im Umlaufverfahren gefasst und anschließend dem Haushalts- und Finanzausschuss vorgelegt.

Bus soll auch an Beratung angebunden werden

„Erforderlich wird der Duschbus, weil die bislang bestehenden Duschmöglichkeiten für Menschen ohne eigenen Wohnraum infolge der notwendigen Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie stark eingeschränkt werden mussten“, erklärt Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport. Zudem stünden Duschgelegenheiten nur in innenstadtnahen Bereichen zur Verfügung. Der Duschbus solle flexibel im ganzen Stadtgebiet eingesetzt werden und damit auch einen Teil zur Eindämmung des Virus leisten. Als Träger für das Projekt ist das Diakonische Werk vorgesehen, das auch die Begleitung und die sozialpädagogische Beratung sicherstellen wird. „Ohne Beratung geht es nicht“, so Stahmann. „Wir richten unsere Angebote der Wohnungslosenhilfe grundsätzlich darauf aus, die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern und einen Anschluss an das Hilfesystem zu vermitteln. Ziel ist die langfristige Stabilisierung und Verbesserung der gesamten Lebenssituation.“

Suppenengel bekommen neuen Standort für Lastenräder

Zusätzlich zum Duschprojekt hat sich die Deputation darauf verständigt, eine neue Station für die Lastenräder der Suppenengel zu schaffen. Als Standort werde derzeit ein Gebäude in den Grünanlagen Am Wall / Ecke Doventor ins Auge gefasst, das der Umweltbetrieb Bremen nicht mehr nutzt. Dort gebe es genügend Platz, um neun Lastenräder unterzubringen und die Räder mit Lebensmitteln, warmen Mahlzeiten, Kleidung und Schlafsäcken zu beladen. Die Herrichtung – unter anderem mit Maurer-, Maler- und Dachdeckerarbeiten sowie einer Erneuerung der Fenster und der Haustechnik – soll rund 90.000 Euro kosten.

Symbolbild: Die Deputation für Soziales, Jugend und Integration hat sich darauf verständigt, dass die Suppenengel einen neuen Standort für ihre Lastenräder bekommen und ein mobilder Duschbus für die Nutzung Wohnungsloser bereitsgestellt wird. Bildquelle: Fotolia.




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