Bremen pflastert ab
Wer seinen (Vor-)Garten oder Hinterhof entsiegelt, also Steine oder Beton entfernt und den Erdboden freilegt und bepflanzt, schützt das Klima, fördert die Natur und steigert gleichzeitig das eigene Wohlbefinden. Darum sind auch weiterhin Big Bags samt kostenfreiem Abtransport der Steine erhältlich.
Wo es grünt und summt, heizt sich im Sommer die Stadt weniger auf. Wenn es regnet, kann das Wasser besser versickern und zur Entlastung der Kanalisation beitragen. Heimische Pflanzen und Stauden locken Insekten und andere Tiere an und bieten ihnen Nahrung und Unterschlupf. Und auch wir Menschen fühlen uns in einer naturnahen Umgebung nachweislich wohler. Darum hat die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft den Wettbewerb „Bremen pflastert ab!“ ausgerufen. Noch bis Ende Oktober können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine versuchen, einen der begehrten Preise zu gewinnen und gleichzeitig Bremen im bundesweiten Wettbewerb (abpflastern.de) zu einem Platz auf dem Treppchen in der Liga Großstädte (über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner) zu verhelfen.
Bereits zur Halbzeit ein Erfolg
Seit Ende Juni lag Bremen im Wettbewerb der Großstädte auf Platz 1 mit bisher 471,25 Quadratmetern entsiegelter Fläche (zweiter Platz: Ingolstadt, dritter Platz: Krefeld). Besonders bemerkenswert: Fast alle der knapp 30 Flächen stammen von Privatpersonen. Rund 70 Prozent sind unter 20 Quadratmeter groß, zumeist Vorgärten oder Terrassen. Auch vor dem Hintergrund des landesweiten Verbotes von Schottergärten ab einer Größe von zehn Quadratmeter (gültig seit 2023, Übergangsfrist bis Ende 2026) ist die Kampagne „Bremen pflastert ab!“ damit bereits zur Halbzeit ein Erfolg. Im Ranking der Stadteile führt aktuelle Walle (124 Quadratmeter), gefolgt von Findorff (65,75 Quadratmeter) und Obervieland (46 Quadratmeter). Inzwischen ist Bremen im Bundeswettbewerb auf den dritten Platz gerutscht, also Zeit nachzulegen
Der Pflasterlaster
Wer in Bremen am meisten abpflastert, gewinnt die Goldene Spitzhacke und ein Preisgeld in Höhe von 600 Euro von Hansewasser. Für die schönste und ökologisch am wertvollsten gestaltete Fläche winken die Goldene Gießkanne und 400 Euro von Hansewasser. Und schließlich erhält der engagierteste Stadtteil den Wanderpokal Grüner Roland. Das Entsorgungsunternehmen Nehlsen unterstützt „Bremen pflastert ab!“ außerdem mit dem „Pflasterlaster“: Wer mindestens fünf Quadratmeter entsiegelt, kann einen Big Bag erhalten, den Nehlsen kostenfrei abholt.
Das Engagement der privaten Akteure wird in 2026 durch öffentliche Projekte wie die Entsiegelung am Lucie-Flechtmann-Platz oder die Vergrößerung von über hundert Baumscheiben in der Vahr ergänzt. „Bremen pflastert ab!“ läuft noch bis zum 31. Oktober 2026. Alle Informationen, Termine zu Mitmachbaustellen und Eintragen von entsiegelten Flächen über www.bremen-pflastert-ab.de/ Die Siegerehrung findet am 19. November 2026 durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft im Festsaal der Bremischen Bürgerschaft statt.
Bildquelle: AdobeStock











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