Bremen ist Europas beste BioStadt
Gesundes Essen für alle, nachhaltig erzeugte Lebensmittel und gute Bedingungen für die Landwirte – all das will die BioStadt Bremen erreichen. Bereits erzielte Erfolge werden mittlerweile auch überregional wahrgenommen. So hat die Europäische Kommission Bremen gestern, am 23. September, mit dem EU Organic Award in der Kategorie „Best Organic City“ ausgezeichnet.
Zum dritten Mal hat die Europäische Kommission ihre EU Organic Awards vergeben. Die Auszeichnung geht an Akteure, die sich dafür einsetzen, dass Lebensmittel ökologisch und nachhaltig produziert werden und dabei die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick nehmen.
Mit der Kategorie „Beste Bio-Stadt“ werden Städte und Gemeinden ausgezeichnet, welche die ökologische Landwirtschaft in besonderer Art und Weise fördern. Auf diese Weise soll ein europäischer Austausch über erfolgreiche und innovative Konzepte auf der städtischen Ebene unterstützt werden.
Bremens Auszeichnung in dieser Kategorie begründet die EU-Kommission wie folgt: „Die BioStadt Bremen arbeitet daran, die gesamte städtische Verpflegung in Schulen, Kindertagesstätten und Krankenhäusern bis 2025 auf 100 % Bio umzustellen. Mehr als 30 % der landwirtschaftlichen Betriebe sind bio-zertifiziert.
Die Stadt fördert nachhaltige Lebensmittelsysteme durch Gemeinschaftsprojekte und innovative landwirtschaftliche Initiativen und befähigt die Bürgerinnen und Bürger, lokale Veränderungen voranzutreiben. Mit 20 kleinen Gemeinschaftsprojekten zeigt Bremen, wie man mit begrenzten Ressourcen ein Modell für nachhaltige Entwicklung sein kann.“
„Gesunde Ernährung von Kindesbeinen an“
Entgegengenommen wurde der Preis von Kathrin Moosdorf, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft. Die Senatorin dazu: „Die BioStadt arbeitet für alle Menschen in unserer Stadt. Gesunde Ernährung von Kindesbeinen an ist wichtig, ebenso, dass unsere Nahrungsmittel umwelt- und klimaverträglich produziert werden. Nicht zuletzt sollen unsere regionalen Landwirtinnen und Landwirte von ihrer Arbeit leben können.“
Ökologisch, nachhaltig und bezahlbar
Vor mehr als zehn Jahren begannen sich mehrere Akteure in Bremen für nachhaltige und gesunde Lebensmittel und Transparenz in der Gemeinschaftsverpflegung einzusetzen. Dieses gesellschaftliche Engagement führte dazu, dass die Freie Hansestadt im Jahr 2015 BioStadt wurde.
Um diesen Titel gerecht zu werden, fördert Bremen aktiv den Auf- und Ausbau von ökologischen Lebensmittelwertschöpfungsketten in der Region. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Aktionsplan 2025 „Gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung der Stadtgemeinde Bremen“, der zum Ziel hat, die Versorgung in der Gemeinschaftsverpflegung, in Kitas, Schulen und Krankenhäusern ökologisch, nachhaltig und bezahlbar zu gestalten.
Ein wichtiger Baustein ist hierbei beispielsweise das Forum Küche, das vor einem halben Jahr seine Pforten geöffnet hat. Angesiedelt in der Volkshochschule Bremen handelt es sich hierbei um Bremens Kompetenzzentrum für nachhaltige und gesunde Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung. Es unterstützt Akteure bei allen relevanten Fachthemen und begleitet Veränderungen in den Kantinen.
Weiteres Ziel im Blick
Schon jetzt hat die Biostadt ein weiteres Ziel im Blick. In einem nächsten Schritt soll eine landesweite Ernährungsstrategie erarbeitet werden, die dann nicht nur die öffentlichen Einrichtungen bei der Gemeinschaftsverpflegung in den Blick nimmt. Vielmehr soll der Wandel hin zu einer nachhaltigen Ernährung in der gesamten Gesellschaft unterstützt werden.
Bild oben: Senatorin Moosdorf nahm die Auszeichnung am 23. September in Brüssel entgegen.
Foto: Umweltressort








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