„Bremen braucht Mut zur Neuordnung der Krankenhauslandschaft“

Der Landesvorsitzende der Familienunternehmer in Bremen, Peter Bollhagen, fordert eine grundlegende Neuordnung der Krankenhauslandschaft. Zuletzt hatte die Bremer Krankenhausgesellschaft (HBKG) davor gewarnt, dass das geplante Sparpaket der Bundesregierung drastische Folgen für die Krankenhäuser in der Hansestadt und damit für die Patientenversorgung habe.

„Ein einfaches ‚Weiter so‘ ist unmöglich“, so Bollhagen: „Für eine verlässliche Gesundheitsversorgung in Bremen müssen umgehend die richtigen Weichen gestellt werden. Denn Investitionsstau und Personalmangel setzen unsere Krankenhäuser zunehmend unter Druck und gefährden so die Qualität der Versorgung.“ Bremen solle daher ernsthaft prüfen, ob eine schrittweise Privatisierung und die Öffnung für leistungsfähige private Betreiber neue Chancen eröffnen – zur Entlastung des Landeshaushalts, für schnellere Investitionen in moderne Medizin, effizientere Strukturen und attraktivere Arbeitsbedingungen. Entscheidend sei dabei, die Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern und unsere Krankenhauslandschaft wieder stabil und leistungsfähig aufzustellen. Die öffentliche Hand müsse weiterhin für Qualität, Versorgungssicherheit und Zugang sorgen, aber nicht zwingend alle Krankenhäuser selbst betreiben.

Qualität statt Quantität

Weiter sagte Bollhagen: „Die Anzahl der Krankenhausbetten ist kein Indikator für gute Versorgung. Deutschland hat das teuerste Gesundheitssystem der EU in Relation zum BIP, nicht aber das beste. Deutschland hat 7,6 Krankenhausbetten pro 1000 Einwohner, die Niederlande und Dänemark haben je 2,4, Schweden nur 1,9. Statt vieler Krankenhäuser muss das Ziel die beste Versorgung mit exzellenter Ausstattung innerhalb eines effizienten Systems sein – kurz Qualität statt Quantität.“

Bildquelle: Fotolia

 

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