BD-Fraktion verhindert geplantes Flüchtlingsheim

In einem zentralen Teil des Tabakquartiers in Woltmershausen sollte ein Flüchtlingsheim für mehrere hundert Asylsuchende entstehe. Auch nach der Abstimmung über eine langfristige Miet- und Kostenübernahme in der Sozialdeputation wurden die umliegenden Anwohner über das Vorhaben nicht informiert.

Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND kritisierte dieses Vorgehen scharf und verteilte Flugblätter zur Information. Viele Anwohner äußerten daraufhin ihren Unmut gegenüber dem Immobilieninvestor und lehnten einen Neubau für Flüchtlinge ab. Am 28. April wurde im Rahmen einer Anfrage der FDP-Fraktion bekannt, dass der Investor sein Angebot gegenüber der Stadt zurückgezogen hat. Somit wird es kein Asylheim im Neubauviertel geben.

Berechtigtes Interesse

Piet Leidreiter, Fraktionsvorsitzender der Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND in der Stadtbürgerschaft, erklärt dazu: „Die ursprünglichen Planungen für ein Flüchtlingsheim an diesem Standort waren nicht tragfähig. Das Tabakquartier ist ein junges, aufstrebendes Großprojekt in einer sensiblen Entwicklungsphase. Hier braucht es Planungssicherheit, Augenmaß und vor allem Transparenz gegenüber den Eigentümern und Mietern. Es kann nicht sein, dass ein so weitreichender Eingriff in das persönliche Lebensumfeld der Anwohner geplant und abgestimmt wird, ohne die betroffene Nachbarschaft offen zu informieren. Viele Menschen haben hier bewusst investiert, zahlen hohe Mieten oder haben Eigentum erworben. Sie haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, wie sich ihr Wohnumfeld entwickelt.“ Die Fraktion BÜNDNIS DEUTSCHLAND will nun im Rahmen einer Anfrage feststellen, was der Senat jetzt mit der Adresse Am Tabakquartier 16–18 plant.

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