„Im Notfall können blockierte Rettungswege Menschenleben kosten“ – Falschparken und andere Gefahrenquellen an Bremer Badeseen

Zugegebenermaßen war das Wetter der letzten Tage nicht gerade Badesaison-würdig. Doch wenn die Temperaturen steigen und die Sonne lacht, dürfte es wieder viele Bremer an die hiesigen Badeseen ziehen, um Erfrischung im kühlen Nass zu finden. Damit aus dem Badespaß kein Albtraum wird, gilt es, einige Regeln zu beachten. Dazu gehört auch das richtige Parken.

Damit Rettungskräfte in einem Notfall mit ihren Einsatzfahrzeugen schnell durchgekommen und helfen können, ist es wichtig, dass die Zufahrten zu den Seen entsprechend freigehalten werden. In einer Gefahrensituation im Wasser zählt für die Betroffenen jede Sekunde. „Leider kommt es in der Badesaison immer wieder vor, dass Falschparker zentrale Zufahrten blockieren“, kritisiert Sportsenator Ulrich Mäurer. Weiter betont er: „In einem Notfall können blockierte Rettungswege Menschenleben kosten.“

Daher bittet der Senator die Bremer darum, an den öffentlichen Seen auf die Beschilderungen zu achten, nur auf den vorgesehenen Parkflächen zu parken und die Zufahrtswege nicht zu versperren. Noch besser sei es jedoch, wenn Badefreudige bei ihrer Anreise gleich ganz auf das Auto verzichten und den Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad bestreiten würden.

Abbruchkanten unter Wasser

Doch sei das Falschparken nicht die einzige Gefahrenquelle für Badevergnügte. So würden Abbruchkanten im Wasser, die es in jedem Badesee in Bremen gebe, oft unterschätzt:

„Noch eben reichte das Wasser bis zur Hüfte, und plötzlich geht es beim nächsten Schritt plötzlich mehrere Meter nach unten in die Tiefe. Für Nichtschwimmer oder ungeübte Schwimmer kann das zu einer tödlichen Gefahr werden“, mahnt Mäurer. Die DLRG empfehle Nichtschwimmern daher, die speziell eingezäunten Nichtschwimmerbereiche, die es ebenfalls an jedem Bremer Badesee gebe, zu nutzen.

Kinder im Blick behalten und Baderegeln einhalten

Da Kleinkinder regelrecht vom Wasser angezogen würden, sie im Trubel von gut besuchten Strände schnell verloren gehen können, rät die DLRG den Eltern besonders wachsam zu sein. Laut der ehrenamtlichen Wasserretter könnte zudem ein Großteil der Rettungseinsätze an den Bremer Badeseen vermieden werden, wenn die Baderegeln Beachtung finden würden. Daher wird Eltern empfohlen, bevor es ans Wasser geht, besagte Regeln mit den Kleinen noch einmal durchzugehen und aufzufrischen.

Zu finden sind die Baderegeln in 30 verschiedenen Sprachen auf der Webseite der DLRG Bremen .

 

Bild oben: An jedem Bremer Badesee gibt es sogenannte Abbruchkanten. Befand man sich wenige Meter zuvor noch in flachem Wasser, ist hier der Boden unter den Füßen plötzlich weg.

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