Bad-Hair-Day in Schwachhausen
Das Ordnungsamt hat am Mittwoch mit sechs Einsatzkräften etliche Friseur- und Barber-Betriebe in Schwachhausen geprüft – unterstützt vom Finanzamt, der Steuerfahndung und dem Zoll. Bei sechs von sieben Salons fanden die Kontrolleure Verstöße, nur einer arbeitete einwandfrei.
Die häufigste Beanstandung: fehlende oder unvollständige Preisangaben. Kundinnen und Kunden konnten in mehreren Salons vor dem Termin nicht erkennen, was sie zahlen sollten. Auch beim Brandschutz hakte es an mehreren Stellen. In einem Salon hing ein Feuerlöscher, dessen letzte Prüfung elf Jahre zurücklag – zuletzt 2015. In einem anderen Betrieb war der Notausgang verstellt. In einem Salon kamen gleich mehrere Probleme zusammen: Die Hygiene war mangelhaft, an der Kasse stimmten die Zahlen nicht, die Arbeitsverträge passten nicht zueinander. In einem weiteren Betrieb fehlte der Friseurmeister – die Handwerkskammer prüft den Fall.
Unsaubere Arbeit
Erste Kontrollen in Horn waren durch den Hinweis eines dortigen Meisterbetriebs angestoßen worden, der sich über unsaubere Konkurrenz beschwert hatte. Seitdem schaut das Ordnungsamt der Branche genauer auf die Finger. Dazu Innensenatorin Dr. Eva Högl: „Wer Haare schneidet, muss saubere Arbeit liefern – am Kopf wie in den Büchern. Wer Preise versteckt, am Brandschutz spart oder Beschäftigte nicht ordentlich anmeldet, schadet seinen Kundinnen und Kunden und den ehrlichen Betrieben nebenan.“











Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!