Aus Klinik wird Grundschule

Wo einst Patienten medizinisch versorgt wurden, werden künftig Kinder lernen: Auf dem ehemaligen Klinikgelände an der St.-Jürgen-Straße ist aus einer brachliegenden Augenklinik eine moderne Grundschule entstanden – ein Projekt mit Modellcharakter unter Denkmalschutz.

Aus dem denkmalgeschützten Gebäude, das ursprünglich 1888 als chirurgisches Krankenhaus errichtet wurde, ist eine helle und modern gestaltete Bildungsstätte für Grundschulkinder geworden. „Die Schule ist wirklich wunderschön geworden – der rote Klinker an der Fassade, die historischen Treppenhäuser und die großen Fenster sorgen für ein einzigartiges Lernumfeld“, schwärmt Rolf Specht, einer der vier Gesellschafter der Vier Quartier GmbH, die hinter dem Umbau der ehemaligen Augenklinik und Urologie steht.

Bauprojekt mit Seltenheitswert

Die Entkernung des über lange Zeit ungenutzten Gebäudes begann im Mai 2023. In den umfassend sanierten Baubestand zieht auf einer Fläche von 5.880 Quadratmetern eine vierzügige Schule ein, die acht Klassen zu je 24 Schülerinnen und Schüler auf zwei Stockwerken umfasst. Im Erdgeschoss ist eine Mensa mit Speiseraum errichtet worden. Das zeitgemäße Raumkonzept bietet Flure mit „Open-Space“-Bereichen, in denen sich Schülerinnen und Schüler zurückziehen können. Eine moderne Lüftungsanlage sorgt auch bei geschlossenen Fenstern für ein gesundes Raumklima, und die Beleuchtung reagiert auf die tagesaktuellen Lichtverhältnisse. Im 3. Obergeschoss wurde zudem eine Mitmachküche eingerichtet, die Raum für praktische Ernährungsbildung bietet. Auch an das das Fernwärmenetz ist die Schule angebunden.

Bildquelle: Adobe Stock

 

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