Aus den Ecken des Bremer Rathauses in die Schwerelosigkeit: Experimente mit Staub im Fallturm

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Noch in dieser Woche, genauer gesagt am 15. und 16. Februar, geht es für Staub aus dem Bremer Rathaus in die Schwerelosigkeit. Quasi losgelöst von Raum und Zeit sowie „befreit“ von kultureller, politischer und historischer Last sollen die Partikel im Fallturm des Zentrums für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (Zarm) schweben.

Bei der Aktion handelt es sich um den Höhepunkt eines Gemeinschaftsprojektes, das vom Verein zur Förderung des Welterbes Rathaus und Roland in Bremen e.V., den Bremer Unesco-Projektschulen, dem Zarm an der Universität Bremen, dem Martinshof und der Senatskanzlei durchgeführt wird.

Für das Projekt konnte der Leiter des Internationalen Staubarchivs, der Kölner Kulturwissenschaftler und Künstler Dr. Wolfgang Stöcker, gewonnen werden. Bereits seit 2013 lagert in seinem Staubarchiv „politischer Staub“ aus dem Bremer Rathaus.

Zudem haben Schüler für das bevorstehende Ausstellungsprojekt zum Jubiläum „20 Jahre Unesco-Welterbestatus in Bremen“ Ende Januar zusätzliche Staubpartikel aus versteckten Winkeln des Alten Rathauses und des Ratskellers entnommen.

Dr. Stöcker zum Projekt: „Die Zeiten wandeln sich, der Blick wandelt sich, neben den klassischen Erzählungen entdecken wir neue Zeichen. Tatsächlich gibt es eine wundersame Welt der kleinen Spuren, latente Botschaften in versteckten Winkeln. Das Bremer Rathaus ist voll davon. Hier haben viele Menschen ihre Spuren hinterlassen.“

Für den Gründer des Stauarchivs ist der Staub aus dem Rathaus eine Art Schnittstelle, eine geheimnisvolle Brücke zwischen dem Heute und dem Gestern. Wo der Staub ist, da beginnt die Geschichte.

Experiment wird Teil einer Kunstausstellung

Am kommenden Donnerstag soll sich nun zeigen, wie die unterschiedlichen Materialien aus denen sich die Staubproben zusammensetzen sich im freien Fall verhalten. Anschließend sollen die Ergebnisse in die Kunstausstellung „Wir wirbeln Staub auf – Von der Gotik in die Schwerelosigkeit“ einfließen.

Für die Ausstellung werden zudem etwa Fotografien von Professor Matthias Stauch, dem ehemaligen Bremer Staatsrat für Justiz und Verfassung, vom historischen Dachboden in die Untere Rathaushalle geholt. Hier soll die die Ausstellung zum Jubiläum des Welterbe-Status von Roland und Rathaus vom Sonntag, den 28. April bis Samstag, den 25. Mai gezeigt werden.

 

Bild ganz oben: Roland und Rathaus haben vor 20 Jahren den Unesco-Welterbestatus erhalten.

Bild Mitte: Im Alten Rathaus von 1405 gibt es eine verborgene und  selten genutzte Wendeltreppe. Unter anderem haben hier die Schüler Staub für das Experiment gesammelt. (Quelle: Matthias Stauch)

 

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