Auftakt zur Startchancentour in der Grundschule Auf den Heuen in Bremen

Zum Auftakt ihrer „Startchancentour“ hat die Senatorin für Kinder und Bildung, Sascha Karolin Aulepp, am heutigen Montag, 25. November, die Grundschule Auf den Heuen in Oslebshausen besucht. Die Grundschule ist eine von 43 Schulen im Land Bremen, die am Startchancenprogramm teilnehmen, einem der größten Bildungsprojekte Deutschlands.

Durch eine gemeinsame Investition von Bund und Ländern wird das Startchancenprogramm mit 20 Milliarden Euro über zehn Jahre unterstützt. Es richtet sich an Schulen mit einem hohen Anteil an sozial benachteiligten Schülern. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu verringern und die Bildungsleistung in Deutschland nachhaltig zu steigern.

Dazu die Bildungssenatorin: „Das Startchancen-Programm ist für die Schülerinnen und Schüler Bremen und Bremerhaven eine riesige Chance, denn es hilft, Bildungsgerechtigkeit zu fördern.

Jedes Kind, unabhängig von seiner Herkunft, soll die bestmöglichen Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft haben.“

Erwerb von Deutschkompetenzen

Auch die Bremer Grundschule Auf den Heuen profitiert im Rahmen des Programms – und zwar von einer Kooperation mit dem Duden-Institut für Lerntherapie in der Hansestadt. Im Land Bremen nimmt die Grundschule als eine von 43 Schulen (60 Prozent Grundschulen und 40 Prozent weiterführende Schulen, zusätzlich eine Schule der beruflichen Bildung je Stadtgemeinde) am Programm teil.

Bildungssenatorin Aulepp hat sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit in kleinen Lerngruppen verschafft, in denen die Schüler gezielte Unterstützung beim Erwerb grundlegender Deutschkompetenzen, insbesondere im Bereich Lesen und Schreiben, erhalten.

Zu den Kindern, die in der gebundenen Ganztagsschule seit Ende der Herbstferien zwei Mal die Woche für je eineinhalb Stunden mit Institutsleiterin Andrea Mierig Lesen und Schreiben üben, gehören auch Joel (8), Annabell (10) und Caty (9).

Der Unterricht in der Kleingruppe mache Spaß. Es falle ihnen inzwischen auch in der Klasse leichter, Texte und Geschichten zu lesen, berichteten sie beim Besuch der Senatorin. Annabell erzählte, dass sie nun auch Zuhause schmökere – in einem dicken „Harry-Potter-Buch“.

Ganzheitliche Förderung der Schüler

Im Fokus des Startchancen-Programms stehen insbesondere die Förderung von Basiskompetenzen und die Stärkung der Schulentwicklung. So wird mehr Mathe- und Deutschunterricht in Kleingruppen erteilt.

Weitere Maßnahmen beinhalten unter anderem die Einrichtung multiprofessioneller Teams, die eine ganzheitliche Förderung der Schüler ermöglichen sowie die Lernumgebungen verbessern sollen.

Bis Weihnachten finden Schulbegehungen statt, um herauszufinden, was die Schulen sich räumlich und die Ausstattung betreffend wünschen, zum Beispiel für den Aufbau von Differenzierungsräumen oder zur Ausstattung von Schul-Bibliotheken und „Lerninseln“.

Weitere Informationen zum Programm gibt es auf www.bildung.bremen.de.

 

Bild ganz oben (von rechts): Beim Auftakt der Startchancentour traf Senatorin Sascha Karolin Aulepp auf Cathy und Annabell, die mit Andrea Mierig, Leiterin des Duden-Instituts in Bremen, Lesen und Schreiben üben.

Foto: Bildungsressort

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