Appell vom Umweltverband BUND wegen Geflügelpest auch an Bremer Hundehalter

Mitte Oktober war die aktuell grassierende Geflügelpest auch in einem Legehennenbetrieb in Stuhr (Landkreis Diepholz) nachgewiesen worden. Wegen des Ausbruchs wurde auch in Bremen eine Schutzzone angeordnet. Laut Bremer Verbraucherschutzressort geht es in Bremen um die Stadtteile Huchting, Neustadt, Obervieland, Östliche Vorstadt, Hemelingen, Schwachhausen, Vahr, Findorff, Walle, Gröpelingen, Häfen, Woltmershausen, Seehausen, Strom und Hasenbüren. Verwiesen wird darauf, besondere Achtsamkeit bei Haustieren wie Hunden im Freien walten zu lassen, um die Vögel nicht aufzuschrecken, außerdem Wildvögel auch und gerade im Stadtgebiet nicht zu füttern, um Ansammlungen der Populationen zu vermeiden. 

Obschon Hunde und Katzen sich aufgrund der vergleichsweise geringen Viruslast eher selten mit dem Virus anstecken, geht eine Warnung seitens des Umweltverbandes BUND nunmehr auch an Hundehalter. Sinn dahinter ist es, eine weitere Verbreitung zu vermeiden. So sollen Hundehalter darauf achten, dass ihre Tiere erstens nicht in Kontakt mit Vogelkot oder Vögeln kommen und zweitens die Vögel nicht aufschrecken. Darüber hinaus appelliert der BUND, in dieser Zeit auf keinen Fall Wasservögel wie Schwäne oder Enten zu füttern, was in Bremen beispielsweise auch die Stadttauben betrifft. Die Problematik: Werden Vögel in Gruppen angelockt, steigt das Ansteckungsrisiko.

Nach Angaben der Diepholzer Kreisverwaltung wurden zuletzt in der Diepholzer Moorniederung vermehrt tote Kraniche gefunden. Das Areal ist ein bedeutendes Rastgebiet für Zugvögel auf dem Weg in den Süden. Aktuell halten sich dort etwa 35.000 Kraniche auf. So war der erste Verdachtsfall bei Wildvögeln in Niedersachsen eben auch ein Kranich. Laut Experten sollen die Zugvögel besonders empfindlich sein und können schnell an der Vogelgrippe sterben. Umso wichtiger sei es für Menschen, die sich in Küsten- und Vogelrastgebieten aufhalten, anschießend die Schuhe gründlich zu reinigen. Wer beim Aufenthalt im Freien mit einem toten Tier in Kontakt gekommen ist, soll zwei Tage keine Geflügelhaltungen betreten. Die offiziellen Stellen bitten dringlich darum, tote oder erkrankte Vögel nicht anzufassen. In Garrel im Landkreis Cloppenburg ist innerhalb einer Woche der dritte Betrieb vom Ausbruch der hochansteckenden Geflügelpest – im Volksmund auch als Vogelgrippe bezeichnet – betroffen. Der Erreger war in einem Entenbestand nachgewiesen worden.

 

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