Andreas Bovenschulte: Söder kann Bremen nicht gemeint haben

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder poltert mal wieder aus der Ferne. Ohne namentlich wirklich konkret zu werden, hatte er auf der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion eine Neuordnung der Bundesländer thematisiert. Welche ihm dabei vorschwebt, welche Bundesländer er zusammenlegen würde, hatte er nicht benannt. Die Vermutung, welche Länder er als „kaum noch lebensfähig“ bezeichnet, ist aus der Historie der polemischen Debatten naheliegend. Offenbar geht es ihm darum, Bremen und das Saarland einzusparen. Jetzt äußert sich Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte.

Dass die Forderung von Markus Söder im Land Bremen auf taube Ohren stößt, war absehbar. Und so zäumte Bovenschulte das hanseatische Pferd denn auch von einer elegant anderen Seite auf. Indes der CSU-Chef moniert hatte, es könne nicht sein, dass einige Länder nicht mehr lebensfähig seien und über den Länderfinanzausgleich von Bayern und anderen bezahlt werden müssten, griff Andreas Bovenschulte exakt die Formulierung auf. „Wenn Söder von Bundesländern spricht, die nicht mehr leistungsfähig sind, kann er nicht Bremen gemeint haben.“

So konterte der Bremer Spitzenpolitiker die Attacke aus Bayern mit den Hinweisen darauf, Bremen sei Space City Nr. 1 in Deutschland und liege beim Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner auf Platz 2 hinter Hamburg. Darüber hinaus ließ er sich auch den vermeintlichen Seitenhieb nicht nehmen, zu erklären, dass über die hiesigen Häfen auch Produkte aus München und Nürnberg in alle Welt verschifft werden. Es scheint sich eine Polit-Posse zu entwickeln, die gegenwärtig so überflüssig ist, wie Bremen nie sein könnte.

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((Beitragsbild oben: CSU-Chef Markus Söder – Bildrechte: Bayerische Staatskanzlei))

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