Ambitioniert in Bremen: Eröffnung Natur-Erlebnisweg „Wilder Grüner Westen“ mit Senatorin Moosdorf
Am Dienstag, den 04. März 2025, wurde der Natur-Erlebnisweg „Wilder Grüner Westen“ feierlich eröffnet. Als Projekt aus dem Internationalen Entwicklungskonzept (IEK) Gröpelingen wurde der Naturerlebnispfad in Kooperation mit der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft sowie der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung umgesetzt.
Zur lange erwarteten und geplanten Aktivierung des Rundwegs In den Wischen und des neuen Erlebnispfads hatten sich die Senatorinnen Moosdorf und Ünsal angekündigt. Zumal Özlem Ünsal kurzfristig erkrankt war, übernahm Dr. Arne Sünnemann stellvertretend für das Ressort. Moderiert wurden die Reden, zu denen auch Rolf Heide, langjähriger 1. Vorsitzender des Kleingartenvereins „Am Mittelwischweg“ e.V., beitrug, von Aygün Kilincsoy, Leiter des Senatorinnenbüros, Senatorin für Kinder und Bildung.
Senatorin Moosdorf betonte in ihrer Rede die hohe Bedeutung des Wilden Grünen Westens als größtem zusammenhängenden Naturgebiet der Stadt Bremen. So setze man damit in aktiver Gemeinsamkeit ein deutliches Zeichen gegen die Klimakrise und für die Artenvielfalt. Gleichwohl bedankte sie sich bei den beteiligten Entitäten. „Ich bedanke mich bei den 14 ansässigen Vereinen mit rnd 4.000 Gärten, die sich in diesem Bereich unermüdlich für die Natur einsetzen.“ Ebenso galt ihr Dank den Bremer Umweltbetrieben sowie der Baufirma Backhaus.
Dr. Arne Sünnemann. Abteilungsleiter Regional- & Stadtentwicklung, Stadtumbau, Wohnungswesen, bewertete die gesteigerte Lebensqualität im Naherholungsgebiet für die anrainenden Bezirke: „Dass das Ganze in Gröpelingen stattfindet, macht es umso größer.“ Gleichwohl fühlte sich Rolf Heide, 1. Vorsitzender Kleingartenverein „Am Mittelwischweg“ e.V., am Ziel angekommen. Immerhin habe es über Jahre hinweg immer wieder Sitzungen gegeben, die schlussendlich mit der Eröffnung zum Erfolg geführt hätten.

V.lks: Aygün Kilincsoy, Leiter des Senatorinnenbüros, Senatorin für Kinder und Bildung, Kathrin Moosdorf, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Arne Sünnemann. Abteilungsleiter Regional- & Stadtentwicklung, Stadtumbau, Wohnungswesen, Rolf Heide, 1. Vorsitzender Kleingartenverein „Am Mittelwischweg“ e.V.
Lisa Hübotter, Projektkoordinatorin des Naherholungsgebietes Grüner Bremer Westen bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, berichtet, die Idee sei bereits 2017 erstmals gekeimt, und benennt dabei auch die Zahlen: So seien für das Gesamtprojekt rund 2.000.000 Euro bereitgestellt, für den Rundweg ca. 200.000 Euro plus die Kosten für den Erlebnis-Rundweg aufgewendet worden. Die Zahlen waren mit denen der Senatorin nicht deckungsgleich.
Juliane Hesse, Koordinatorin für das Projekt „Grüner Bremer Westen“ des IEK-Gröpelingen bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, ergänzt, die Mittel seien zu 100 Prozent aus städtischen Mitteln aufgebracht, wobei in diese Summe ebenfalls die IEK-Förderung seitens des Bundes einfließt. Die Projektierung sei inklusive Ausschreibung und Qualifizierung der Einzelmaßnahmen vergleichsweise schnell umgesetzt worden. Den Zuschlag für die landschaftsbauliche Umsetzung bekam übrigens ein Unternehmen aus Süddeutschland.

v. lks im Vordergrund: Die Projektkoordinatorinnen Lisa Hübotter und Juliane Hesse
Informatives und für die Natur Nützliches
Auf dem 1,2 Kilometer langen Erlebnispfad gibt es viel Spannendes über die Tier- und Pflanzenwelt im Grünen Bremer Westen zu erfahren . Dabei wird anhand von Informationstafeln und interaktiven Erlebnisstationen kommuniziert, wie wertvoll, einzigartig und nicht minder vielfältig die Natur im dortigen Kleingartengebiet ist. Spielerisch erfahren Interessierte reichlich Wissenswertes über Flora und Fauna, so etwa von den Fischen in den Fleeten oder giftige, gebietsfremde Pflanzen am Wegesrand bis hin zu den vielen Insekten- und Säugetierarten in den Gärten. Darüber hinaus gibt es Tipps zum Erhalt der Lebensräume sowie Impressionen zum angrenzenden Naturschutzgebiet Blockland als auch den Besonderheiten der verschiedenen Gartenvögel.
Spiel und Entspannung inmitten der Natur
Auch Spiel und Spaß kommen entlang des Weges nicht zu kurz. Klettern auf dem Eingangsbogen, Balancieren auf dem Entdeckerpfad, Wippen im Vogelnest oder einen Blick von der Aussichtsplattform wagen? Der Landschaftsraum lässt sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven entdecken, Sitzgelegenheiten für ein gemütliches Picknick sind ebenfalls vorhanden. Ebenso wurde eine Obstbaumallee mit Quitten-, Apfel- und Kirschbäumen neu angelegt.
Die Beteiligten aus der Verwaltung sind sich einig, dass das Projekt ein weiterer wichtiger Baustein für die Aufwertung der Region ist, und erhoffen sich einen starken Zulauf. Sobald das Wetter die Menschen nach draußen lockt, so glaubt man, wird es von zahlreichen Menschen beim Schlendern und Erleben angenommen werden. Der Eindruck des Parzellengebietes ist ohnehin erstaunlich aufgeräumt und sauber. Eine Diskrepanz zu den angrenzenden Stadtteilen, die Unkundige so nicht erwartet hätten. Tatsächlich hat sich hier ein Vorzeigeprojekt der Stadtplanung entwickelt. Abzuwarten bleibt, wie viele Menschen es tatsächlich frequentieren werden; also auch, ob sich der finanzielle Einsatz in einem doch recht umständlich erreichbaren Areal gelohnt hat.
Vielfältiges Naturbewusstsein inklusive
Überhaupt sind in den letzten Jahren im Waller Kleingartengebiet und angrenzenden Gebieten eine Reihe erlebenswerter Ausflugsziele entstanden. Für alle die Lust haben eine größere Runde zu laufen, will sich der 5-km lange, unmittelbar am Naturerlebnispfad gelegene Rundweg empfehlen, Der führt parallel zum Maschinenfleet zum Waller Feldmarksee und bietet weitere Einblick in den Landschaftsraum mit seinen Kleingärten, Streuobstwiesen und Wasserflächen.
Mentalpfad als Fitnessparcours fürs Gehirn
Beispielsweise der Mentalpfad als Parcours mit Gedächtnis- und Rätselspielen an insgesamt sechs Stationen, an denen die Besucherinnen und Besucher ihre kognitiven Fähigkeiten trainieren können. Die Idee dahinter laut DWW-Wanderführerin und Initiatorin des Parcours Rita Immisch: „Ein Mentalpfad ist eine wunderbare Möglichkeit, das Gehirn an der frischen Luft zu aktivieren und zu trainieren.“ So kombiniere der Fitnessparcours ein reizvolles Gehvergnügen mit einem bunten Mix für die „grauen Zellen“.
Namensgeber in Lehrgarten versammelt
Am besten mit dem Rad zu erreichen ist der sogenannte Apfelgarten. Dabei handelt es sich um einen Lehrgarten, in dem die namensgebenden Sorten der Wege im Kleingartengebiet In den Wischen auf einer Wiese kultiviert worden sind. Die Besucher erfahren im hier im Evenapfelweg mehr über die Herkunft und die Verwendung von Cox Orange, Jacob Level, Goldrenette, Boskop und Ontario. Vom öffentlichen Parkplatz am Waller Feldmarksee ist das Ausflugsziel über den Rundweg In den Wischen in rund 15 Minuten per pedes erreicht. Auch dies nur ein Beispiel von vielen, mit denen die Natur den Menschen erlebenswert nähergebracht werden soll.











Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!