370 Unternehmen unterstützen Appell für den Erhalt der Flugverbindung Bremen-Frankfurt
Nur zwei Wochen nach der Veröffentlichung des gemeinsamen Appells „Internationale Erreichbarkeit sichern – Flugverbindung Bremen-Frankfurt erhalten!“ haben sich dieser Initiative der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven und der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer bereits 31 Kammern, Wirtschaftsverbände und Institutionen aus Nordwestdeutschland sowie 370 Unternehmen aus der gesamten Region angeschlossen. In einem gemeinsamen Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, Carsten Spohr, werben die Handelskammer Bremen und die Oldenburgische IHK erneut für den Erhalt der Flugverbindung. Die Lufthansa will die Strecke zum 1. Juli 2026 streichen.
André Grobien, Präses der Handelskammer Bremen sagt: „Die hohe Zahl an Unterstützern unseres Appells ist ein deutliches Signal. Der Verlust der Verbindung Bremen-Frankfurt ist nicht nur ein Problem einzelner Akteure, sondern eine Frage der Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Diese Strecke ist wesentlich für die internationale Vernetzung unserer Wirtschaft und für die vielen global agierenden Unternehmen, die den Standort Nordwestdeutschland prägen. Der Wegfall der Route trifft mehr als die Mobilität. Er schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und gefährdet Investitionen. Alternativen wie die Bahn oder Flüge nach Zürich und Wien ersetzen die Verbindung nach Frankfurt nicht. Sie reichen in Frequenz und Effizienz nicht heran.“
Jan Müller, Präsident der IHK Oldenburg, sagt: „Eine tragfähige Lösung für die Zukunft der Verbindung Bremen-Frankfurt wäre ein wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit und internationale Erreichbarkeit unserer Region. Wir sehen hier aber ganz klar auch die Bundespolitik in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für den Luftverkehr in Deutschland grundlegend zu verbessern. Neben anderen Maßnahmen und Handlungsfeldern gehört hierzu auch die vollständige Abschaffung der Luftverkehrssteuer.“
Aus Sicht der beiden Kammern ist die Anbindung an das Drehkreuz Frankfurt unverzichtbar. Davon hängen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ab. Auch zentrale Branchen sind darauf angewiesen, etwa die Luft- und Raumfahrt, die maritime Wirtschaft, die Logistik und die wachsende Verteidigungswirtschaft. Bremen weist mit knappen 70 Prozent die höchste Exportquote aller Bundesländer auf. Das zeigt, wie stark die Region auf internationale Anbindung angewiesen ist.
Zwischen Bremen und der Lufthansa wurde ein Dialog aufgenommen und eine Arbeitsgruppe gegründet, in der sie gemeinsam Lösungen erarbeiten wollen. Die beiden Kammern begrüßen das und erwarten konstruktive Gespräche: „Diese sollen den wirtschaftlichen Anforderungen der Lufthansa und zugleich den Interessen der nordwestdeutschen Wirtschaft gerecht werden“, heißt es im Schreiben der Kammern an die Lufthansa.
Präses André Grobien und Präsident Jan Müller betonen: „Die Handelskammer Bremen und die Oldenburgische IHK werten die Unterstützung von 370 Unternehmen als klaren Auftrag. Sie bleiben entschlossen, die Interessen der Wirtschaft im Nordwesten zu vertreten und eine tragfähige Lösung zu finden.“
Link zum Appell mit aktueller Unterstützerliste: https://www.ihk.de/bremen-bremerhaven/wirtschaft-positionieren/positionen2/flugverbindung-bremen-frankfurt-7059550
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((Beitragsbild oben: Front Airport Hans Koschnick Bremen))





BremenNews - Jörn Petersen




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