Archive - Dienstag, 24. März 2026

Bremerhaven: Mehr Messer, mehr Gewalt, weniger Sicherheit
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik hat die Zahl der Gewaltdelikte auch in Bremerhaven im letzten Jahr stark zugenommen. Thore Schäck, Fraktionsvorsitzender der FDP Bremen, fordert "eine ehrliche und schonungslose Politik, die sich mit der Realität auseinandersetzt als Grundvoraussetzung, um die Probleme im Land zu lösen.“
„169 Angriffe auf Polizeibeamte, 35 Prozent mehr Messerattacken, explodierende Autodiebstähle – und der Senat spricht von stabilen Zahlen. Das ist keine Stabilität, das ist Realitätsverweigerung", sagt Schäck. Wenn die Polizei selbst angebe, dass bei Messerangriffen jeder dritte Täter keinen deutschen Pass hat, dann brauche es keine Beschwichtigung, sondern Konsequenz: "schnellere Verfahren, konsequente Abschiebung von Straftätern und eine Polizei, die personell in der Lage ist, durchzugreifen. Sicherheit ist kein rechtes Thema – Sicherheit ist die Voraussetzung von Freiheit!"

Spritpreise: Verkehrssenatorin Ünsal fordert Eingreifen des Bundes
Auf der Verkehrsministerkonferenz in Lindau bringt das Land Bremen gemeinsam mit Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg einen Antrag ein, der den Bund zu einem entschiedenen Vorgehen gegen die stark gestiegenen Kraftstoffpreise auffordert.
Seit Beginn des Iran-Krieges sind die Kraftstoffpreise in Deutschland innerhalb kurzer Zeit deutlich gestiegen, obwohl Reserven vorhanden sind. Der Preissprung an den Zapfsäulen geht dabei über das hinaus, was die Entwicklung auf dem Rohölmarkt nahelegt; in vielen anderen EU-Staaten liegen die Preise derzeit niedriger. Dass dies in erster Linie an der immensen Besteuerung in Deutschland liegt, kommt in der Erklärung von Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung allerdings nicht vor, wenn Özlem Ünsal sagt: "Der ungerechtfertigte Anstieg der Spritpreise ist unanständig und erfordert zügiges Handeln der Bundesregierung. Eine Krise darf nicht für zusätzliche Unternehmensgewinne ausgenutzt werden."
Steuersenkung…

Neue Beratungsstelle für Gewalttäter
Mit Intervention.plus hat eine spezialisierte Interventions- und Beratungsstelle für Täter und Täterinnen häuslicher Gewalt in Bremen ihre Türen geöffnet. Das Projekt des Vereins Hoppenbank bietet erstmals eine dauerhaft verankerte, qualitätsgesicherte Täterarbeit nach bundesweiten Standards an – als Ergänzung der bestehenden Opferschutzstrukturen.
Gerade die aktuelle bundesweite Diskussion zur sogrannten "digitalen Gewalt" zeigt, wie wichtig die Arbeit mit Tätern und Täterinnen ist, um Gewaltkreisläufe zu durchbrechen. Täter- und Täterinnenarbeit setzt dort an, wo die Gewalt entsteht – bei denen, die Gewalt ausüben. Svenja Böning, Geschäftsführerin des Hoppenbank e.V., betont die fachliche Ausrichtung: "Gewalt ist ein erlerntes Verhalten, das auch wieder verlernt werden kann. Veränderung und nachhaltige Sicherheit sind möglich – vorausgesetzt, dass die Täter und Täterinnen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können. Eine sichere Interventionskette…

Videoleitstelle überführt gewalttätigen Koks-Dealer
Einsatzkräfte der Polizei stellten in der Nacht auf Sonntag einen 29 Jahre alten Mann in der Bahnhofsvorstadt, nachdem er seine 20-jährige Ex-Freundin attackiert hatte. Bei ihm fanden sie mehrere Verkaufseinheiten Kokain.
Etwa um 22:15 Uhr wurde die Polizei zu einem Lokal in der Straße "Auf der Brake" gerufen, weil dort ein Mann eine Frau geschlagen hatte. Vor Ort trafen sie auf den 29-Jährigen, die 20-Jährige saß in ihrem Auto etwas entfernt. Er stritt zunächst alles ab, konnte jedoch über die Videoleitstelle als Tatverdächtiger identifiziert werden.
Kein Koks im Gully
Bei der Sachverhaltsaufnahme versuchte er zunächst vergeblich, eine Tüte mit einigen Verkaufseinheiten Kokain in einem Gully verschwinden zu lassen. Im Auto des 29-Jährigen fanden die Polizisten dann weiteres Kokain, einen Baseballschläger und Beweismittel. Der Mann wurde mit auf die Wache genommen und muss sich nun wegen Körperverletzung und des Verdachts auf Betäubungsmittehandel rechtfertigen.
Bildquelle:…
FotoliaBau-Offensive im Neuen Hulsberg-Viertel
In Bremens zentralstem Stadtentwicklungsprojekt, dem Neuen Hulsberg-Viertel, startet die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG) zwei weitere Grundstücksverkäufe: Das Baufeld G am künftigen Louise-Aston-Park und das Quartier Am Schwarzen Meer, gelegen an der gleichnamigen Straße.
Seit dem Jahr 2011 entsteht das Neue Hulsberg-Viertel in Bremen; seit 2016 werden die Grundstücke vermarktet, bebaut und bezogen. Der Bau von Straßen, technischer Infrastruktur und öffentlichen Grünflächen hat 2024 begonnen, die Grundschule an der St.-Jürgen-Straße hat im Sommer 2025 ihren Betrieb aufgenommen. In den kommenden Jahren wächst das Quartier weiter: Die Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte (GEG) hat zuletzt im Oktober 2025 großflächig Wohnungsneubaugrundstücke exklusiv für Baugemeinschaften in ein Verkaufsverfahren gebracht. Die Grundstücksgebote werden im Mai 2026 eingehen und durch die GEG ausgewertet und vergeben. Es geht um ein Potential von bis zu 180 Wohneinheiten.
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