Archive - Donnerstag, 19. Februar 2026

Februar 2026
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Gibt es in Bremen eine Krise der Lebenshaltungskosten?Fotolia

Inflation in Bremen mit am stärksten, Lohnentwicklung am niedrigsten

Das ifo institut Dresden hat einen Forschungsbericht zu den Inflationsdifferenzen zwischen den Bundesländern veröffentlicht. Hervor geht daraus, dass Bremerinnen und Bremer im bundesweiten Vergleich von der Inflation mit am stärksten betroffen sind. Konkret ergibt sich das aus der Relation zwischen nomineller Inflation und der Entwicklung der Löhne. Indes die Preisteigerung in Bremen höher als in anderen Bundesländern war, sind die Gehälter nicht im selben Maß gestiegen, zumal im hiesigen Arbeitsmarkt besonders viele Menschen im Niedriglohnsektor und unteren Lohngruppen tätig sind. In der ifo-Studie heißt es: „Die Inflation entwickelt sich innerhalb Deutschlands seit 2020 recht unterschiedlich. Während die Preise in den ostdeutschen Flächenländern und Bremen stärker gestiegen sind als in Deutschland insgesamt, gilt genau das Gegenteil für Schleswig-Holstein und Hamburg. Stellt man der Preis- die nominale Stundenlohnentwicklung gegenüber, zeigen sich vor allem reale…

Fischstäbchen überführen Einbrecher

Ein 30 Jahre alter Mann drang gestern Nacht in ein Pflegeheim in Vegesack ein und entwendete Laptops sowie Ware aus einer zuvor aufgeknackten Kühltruhe. Der nächtliche Beutezug endete allerdings schneller als jedes Fischstäbchen im Ofen. Schnell eintreffende Einsatzkräfte stellten den Einbracher noch in Tatortnähe (Heinrich-Oebker-Straße). Die Beute, bestehend aus Laptops und Fischstäbchen, hatte er noch bei sich. Kaum überraschend: Seine Einlassung, er habe das alles auf der Straße gefunden, überzeugte die Gesetzeshüter nicht. Bildquelle: AdobeStock  

Neue Träger für insolvente Kitas

Gute Nachricht für die Familien der Kitas des insolventen Trägers "pme Familienservice Bremen gGmbH": In Kürze kann voraussichtlich ein neuer Träger benannt werden. Damit gilt die Fortführung der Standorte als sehr wahrscheinlich. Der freie Kita-Träger "pme Familienservice Bremen gGmbH" hatte dem Kinder- und Bildungsressort Ende November 2025 mitgeteilt, dass er einen Antrag auf Insolvenz stellen wird. Betroffen von der Situation sind rund 400 Kitaplätze in verschiedenen Stadtteilen von Bremen. Mittlerweile sind nun sechs verbindliche Übernahmeangebote anderer Träger eingegangen, wodurch eine erfolgreiche Übernahme und der Weiterbetrieb aller Einrichtungen zum 1. März 2026 sehr wahrscheinlich ist. Der vorläufige Insolvenzverwalter Prof. Dr. Torsten Martini (Kanzlei Goerg Berlin) führt derzeit vertiefte Verhandlungen mit den aussichtsreichsten Interessenten. Namen noch geheim Dazu Mark Rackles: "Wir arbeiten seit Monaten mit höchster Priorität daran, die Betreuung der…

Mit Rollator oder Rollstuhl sicher in Bus und Bahn

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) bietet mobilitätseingeschränkten Menschen seit vielen Jahren ein besonderes Training an. Dabei lernen die Teilnehmenden, sich sicher und selbstständig im öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Die Anmeldung für die neuen Kurse ist ab sofort möglich. Für das Mobilitätstraining gibt es von März bis Juni zahlreiche Termine in der Neustadt, in Bremen-Nord sowie in der Neuen Vahr Süd. Anmelden können sich alle, egal ob jung oder alt, die mit Rollator, (E-)Rollstuhl, E-Mobil oder einem anderen Hilfsmittel für mobilitätseingeschränkte Personen in Bus und Straßenbahn unterwegs sind. Während des Mobilitätstrainings wird das sichere Ein- und Aussteigen in die Fahrzeuge der BSAG geübt. Die Dauer beträgt je Kurs mit Rollator circa 90 Minuten und mit Rollstuhl rund 120 Minuten. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dabei von geschulten Mitarbeitenden der BSAG betreut und können in entspannter und geschützter Atmosphäre auf dem Betriebshof…

Streufahrzeug rutscht ins Hafenbecken – Fahrer rettet sich aus eiskaltem Wasser

Bei einem Einsatz im Winterdienst in Bremerhaven ist am Dienstag ein Streufahrzeug in ein Hafenbecken geraten. Der 25 Jahre alte Fahrer konnte sich eigenständig aus dem etwa 0,2 Grad kalten Wasser an Land retten. Er wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Nach ersten Erkenntnissen wollte der Mann mit dem knapp 2,5 Tonnen schweren Streutrecker den Anlegebereich der Hafenkanalfähre "Columbushopper" abstreuen und Schnee räumen. Auf der stark abfallenden, glatten Anlegerampe geriet das Fahrzeug ins Rutschen und stürzte ins Wasser. Im Laufe des Vormittags konnte es unter Einsatz von Tauchern und einem Schwimmkran geborgen werden.

100 Veranstaltungen rund um den Weltfrauentag

Gestern ging der zentrale Online-Veranstaltungskalender zum Weltfrauentag mit etwa 100 Einträgen an den Start. Auf der Webseite www.weltfrauentag-bremen.de finden Interessierte einen Überblick darüber, was Initiativen und Einrichtungen in Bremen und Bremerhaven da so anbieten. Die Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) sammelte die Veranstaltungen im Vorfeld und veröffentlicht sie über den Online-Kalender: Lesungen, Workshops, Ausstellungen, Demonstrationen und Konzerte, die Frauen- und Geschlechterthemen in den Mittelpunkt stellen. Bei der zentralen Veranstaltung in Bremen wird am 5. März in der Oberen Rathaushalle die Bremer Frau des Jahres 2026 unter dem Motto "#Gemeinsam stark: Frauensolidarität in Zeiten politischer Krisen" durch den Landesfrauenrat Bremen – Bremer Frauenausschuss (bfa) geehrt.

Neue Digitalgesetze verändern das Nutzungsverhalten der Bremer Bevölkerung

Das vergangene Jahr markierte einen Wendepunkt in der Durchsetzung digitaler Rechte, was auch in Bremen deutlich spürbar ist. Während in der Überseestadt und im Technologiepark an der Universität neue Technologien entstehen, sehen sich private Nutzer und lokale Unternehmen mit einer Flut an Regulierungen konfrontiert, die aus Berlin und Brüssel kommen und vor allem Verbraucher schützen sowie Daten sichern sollen. Im Alltag führt dies zu einer spürbaren Verschiebung im Nutzungsverhalten: Einwilligung Abfragen werden komplexer, „Consent Banner“ dominieren das Surferlebnis, und viele Bremer bewegen sich deutlich vorsichtiger im Netz, weil jede Online-Aktivität von Zustimmungs- und Sicherheitsabfragen begleitet wird. Diese Mischung aus mehr Schutz und mehr Bürokratie erzeugt eine wachsende digitale Müdigkeit – und stellt die Frage, wie viel Regulierung der Alltag der Bremer wirklich verträgt. Einführung neuer Richtlinien für digitale Dienstleistungen Aufsichtsbehörden…