Archive - Freitag, 5. Dezember 2025
Bremerhaven erleben - Tanja Mehl / BremenNewsAus Respekt: Kein „Lumumba“ mehr auf dem Bremerhavener Weihnachtsmarkt
Auf dem Bremerhavener Weihnachtsmarkt soll Trinkschokolade mit einem Schuss Alkohol nicht mehr unter dem Namen Lumumba verkauft werden. Das empfiehlt die Erlebnis Bremerhaven GmbH als Ausrichterin des Weihnachtsmarktes allen Standbetreibern. Kritiker führen an, dass es rassistisch sei, ein Schoko-Getränk „mit Schuss“ nach dem schwarzen Freiheitskämpfer Patrice Lumumba zu benennen. Lumumba wurde 1961 erschossen.
Die Debatte, ob das Getränk Lumumba verunglimpft oder an ihn und seinen Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung und für Freiheit und Gleichstellung erinnert, wird seit einigen Jahren deutschlandweit immer wieder während der Weihnachtsmärkte geführt. Eine einheitliche Meinung gibt es dazu nicht. Wann genau und warum heiße Schokolade mit Rum den Namen „Lumumba“ bekam, ist nicht eindeutig geklärt. Manche sagen, er komme aus Spanien und habe schon zu Lebzeiten des Politikers so geheißen, dann heißt es, die Linke habe mit dem Namen Solidarität ausdrücken…

Der Jahresrückblick aus der Straßenbahn
Die buten un binnen-Moderatoren Kirsten Rademacher und Felix Krömer laden ein zum großen Rückblick aus der Straßenbahn. Im Gepäck: Bilder und Geschichten des Jahres 2025 und spannende Gäste wie Ulrich Mäurer, Bremens dienstältester Innensenator frisch im Ruhestand, Friederike (Fritzy) Kromp, Trainerin Werder Bremen Frauen oder Holger Nöhrnberg, ein Bio-Landwirt aus Stuhr, der Ende Oktober all seine Hühner durch die Vogelgrippe verloren hat.
Für ein politisches Beben sorgt dieses Jahr in Bremen die sogenannte Staatsräte-Affäre: Gibt es Ungereimtheiten bei der Versetzung von Staatsräten in den Ruhestand? Haben Senatorinnen und Senatoren ihnen durch vorgeschobene Begründungen eine hohe Pension zugeschustert? Das will nun ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss ergründen und macht die Regierungskrise damit komplett. Denn schon das (un-)freiwillige Ausscheiden zweier Senatoren schafft Unruhe auf der Regierungsbank.
Per Verlosung mit dabei
2025 – das ist auch das…

Autonomer VW Bus aus Bremen erhält bundesweite Testfreigabe
Nach dem erfolgreichen Einsatz des selbständig fahrenden VW Passat der Universität Bremen im Bremer Stadtgebiet erreicht die Entwicklung autonomer Mobilität "Made in Bremen" einen weiteren Meilenstein: Der VW T7 von Topas Industriemathematik Innovation gGmbH hat die deutschlandweite Erprobungsgenehmigung Level 3 des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) erhalten.
Damit darf das Fahrzeug nun autonom im öffentlichen Straßenverkehr der gesamten Bundesrepublik unterwegs sein. Der VW Passat ist bereits seit mehreren Jahren erfolgreich im Bremer Stadtgebiet unterwegs und sammelt wertvolle Daten für die Weiterentwicklung. Zu Beginn noch mit einer Ausnahmegenehmigung vom Land Bremen und seit Anfang 2025 mit der Erprobungsgenehmigung des KBA. Die bundesweite Zulassung des VW T7 schafft nun die Grundlage für die Erprobung, Skalierung und Validierung der Autonomie in unterschiedlichsten Verkehrs- und Infrastrukturkontexten.
Keine Zukunftsmusik
Dazu Senatorin Kristina Vogt: "Mit der bundesweiten…

Bremen arbeitet täglich 1,3 Millionen Stunden
Rund 1.300.000 Stunden arbeitet die Stadt Bremen – und zwar im Schnitt an jedem Tag. So viele Arbeitsstunden leisten nach Berechnungen des Pestel-Instituts alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusammen: im Handwerk, in der Industrie, in den Dienstleistungen und im Handel.
Viele schieben täglich Überstunden, und auch Schichtarbeit ist eine Herausforderung für die Beschäftigten: "Gerade der Wechsel von Früh-, Tages-, Spät- und Nachtschicht reibt viele Menschen auf“, sagt Björn Bauer von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Er kritisiert, dass die Bundesregierung jetzt auch noch an der Arbeitszeit rüttele: „Der Bund will den 8-Stunden-Tag kippen, künftig sollen 12-Stunden-Schichten möglich sein. Das darf auf keinen Fall passieren!" Der Gewerkschafter warnt: Die Beschäftigten würden das teuer bezahlen – und zwar mit ihrer Gesundheit. Die NGG ruft daher ihre Mitglieder dazu auf, sich an der bundesweiten Kampagne des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)…
Freelpik / BremenNews - Jörn PetersenZeuge meldet Trunkenheitsfahrt
Am Mittwochabend ist ein 43-jähriger Mann aufgrund seiner ausgeprägten Alkoholfahne in einem Schnellrestaurant in Bremerhaven-Lehe einem Zeugen aufgefallen. Als der später bemerkte, wie der mutmaßlich alkoholisierte Mann in einen Opel stieg und davonfuhr, wählte er den Notruf der Polizei.
Kurze Zeit später sichtete eine Polizeistreife den Kleinwagen in der Brookstraße. Bei der anschließenden Kontrolle stellten auch die Beamten starken Alkoholgeruch beim Fahrer fest. Ein freiwilliger Test lag bereits im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit, sodass der Mann für eine Blutprobe mit auf das Revier musste. Da der Bremerhavener auch keine Fahrerlaubnis hat, ermittelt die Polizei nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Die Scham muss die Seite wechseln – aber wie?
"Die Scham muss die Seite wechseln!" Der vielfach zitierte Ausruf von Gisèle Pelicot lenkt den Blick darauf, dass Scham über sexualisierte Gewalt meist bei den Betroffenen liegt – und nicht bei den Täterinnen und Tätern. Eine Veranstaltung der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten (ZGF) nimmt diesen Widerspruch am 17. Dezember von 10 bis 15 Uhr zum Anlass, um grundlegende Fragen zu stellen.
Ist Scham angeboren oder erlernt? Wie beeinflussen gesellschaftliche Machtverhältnisse, kulturelle Normen und politische Strukturen das Empfinden von Scham und wie politisch ist sexualisierte Gewalt? Welche gesamtgesellschaftlichen Veränderungen sind notwendig, um Verantwortung und Scham passend zu verorten? In Gesprächen und Impulsen diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Aktivismus, Literatur, Psychologie und Philosophie über die politische Dimension von Scham und die strukturellen Hintergründe sexualisierter Gewalt.
Livestream und Live-Übertragung
Aufgrund…

