(K)Ein Leben lang Grün-Weiß – Bremer Kicker die nie professionell für Werder spielten

06. 03. 2018 um 16:30:48 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Wer an der Weser gut kicken kann, der landet zwangsläufig beim SV Werder Bremen. Diese platte Aussage traf in den Generationen von Max Lorenz, Klaus-Dieter Fischer oder Dieter Burdenski zwar noch zu, heutzutage sieht die Realität leider anders aus. Die Liebe der Fans ist zwar ungebrochen, jedoch suchen talentierte Spieler aus der Hansestadt ihr Glück oft woanders. Wir stellen euch vier Spieler vor, die es nie ins Profi-Team der Bremer schafften, dennoch ihren Traum vom Profi-Fußballer verwirklichen konnten.
 
Der derzeit wohl bekannteste Kicker aus der Hansestadt ist Julian Brandt. Der 21-jährige Fußballprofi steht seit vier Jahren beim Bundesligisten Bayer Leverkusen unter Vertrag. Und mit seinen gerade einmal 21 Lenzen auf dem Buckel zählt er jetzt schon zum festen Bestandteil der Werkself. Seine ersten Fußballschuhe schnürte er in der Jugend des SC Borgfeld, ehe er zum FC Obeneuland wechselte. Mit 16 Jahren schnappte sich dann der VfL Wolfsburg den gebürtigen Bremer. Von 2011 bis 2014 durchlief er die Jugendabteilungen der Wölfe ehe er für 350.000 Euro zu Bayer wechselte. Ein unfassbares Schnäppchen, bedenkt man, dass Brandt aktuell knapp 30 Millionen Euro wert ist. In der aktuellen Saison stand er bei allen 29 Pflichtspielen auf dem Platz und war an vierzehn Toren beteiligt. Gegen den SV Werder Bremen schoss er im DFB-Pokal Viertelfinale zwei Tore und machte den Grün-Weißen noch einmal deutlich welches Talent sie an der Weser übersehen haben.
 

 
Foto: Julian Brandts Marktwert beläuft sich derzeit auf 30 Millionen Euro.
Quelle: Bayer 04 Leverkusen
 

Von Huchting über Braunschweig nach Leverkusen

Ein weiterer Spieler der in Bremen das Kicken erlernte ist Karim Bellarabi. Der 27-Jährige wurde in Berlin geboren, wuchs jedoch im Bremer Stadtteil Huchting auf. Beim FC Huchting sammelte Bellarabi erste Erfahrungen auf dem Fußballplatz, mit knapp neun Jahren wechselte er in die Jugend des SVW. Nachhaltig überzeugen konnte er jedoch nicht, es folgte der Wechsel in die U17 des FC Oberneuland. Wie bereits Julian Brandt schaffte auch Bellarabi von hier aus den Sprung zu einem großen Verein: Der Wechsel in die U19 der Eintracht aus Braunschweig sollte für den Huchtinger zum Sprungbrett werden. Mit guten Leistungen in der zweiten Mannschaft empfahl er sich für die erste Mannschaft und einige Bundesligisten wurden auf den Deutsch-Marokkaner aufmerksam. So auch Bayer Leverkusen. Nach einer Leihe zurück nach Braunschweig startete er so richtig durch und wurde seit 2014 bereits elf Mal in die deutsche Nationalmannschaft berufen. Kurioserweise schoss auch dieser in Bremen aufgewachsene Spieler ein wichtiges Tor gegen den SVW im DFB-Pokal Viertelfinale.
 

 
Foto: Karim Bellarabi kann es auch artistisch. Der gebürtige Huchtinger stürmt bereits seit mehreren Jahren für die Werkself.
Quelle: Bayer 04 Leverkusen
 
Ein weiterer Profi-Kicker der nie bei Werder unter Vertrag stand ist der US-Amerikaner Terrence Boyd. Der in Bremen geborene Boyd spielte beim FC Burg, SC Weyhe und mit 18 Jahren bei der U19 des FC Bremerhaven, ehe er in die zweite Mannschaft des Hertha BSC wechselte. 2012 dann der Wechsel in die zweite Mannschaft des damaligen deutschen Meisters Borussia Dortmund. Nach einem kurzen Intermezzo bei Rapid Wien und den roten Bullen aus Leipzig wechselte Boyd 2017 zum Zweitligisten SV Darmstadt 98. Der Stürmer schoss in der derzeitigen Spielzeit in fünfzehn Einsätzen drei Tore und bereitete eines vor.
 

 
Foto: Der US-Amerikaner Terrence Boyd feierte 2012 sein Debüt in der Nationalmannschaft unter Trainer Jürgen Klinsmann.
Quelle: SV Darmstadt 1898 e.V.
 

Linksverteidiger mit Torriecher

Auch Leart Paqarada, aktuell beim SV Sandhausen unter Vertrag, durchlief die Jugendabteilungen des SV Werder Bremen, 2003 verließ er die Akademie der Grün-Weißen und suchte sein Glück bei Bayer Leverkusen. Über die zweite Mannschaft kam er jedoch nie bei der Werkself hinaus, als dieses abgemeldet wurde wechselte Paqarada ablösefrei zum SV Sandhausen. Seit 2014 ist er bei den Baden-Württembergern unter Vertrag, in der jetzigen Saison gehört der Linksverteidiger beständig zur Startelf und schoss in 23 Auftritten drei Tore.
 
Quelle Coverbild: Bayer 04 Leverkusen
 





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