Berufliche Präferenzen kaum vom Alter abhängig – Jacobs University veröffentlicht Studie

25. 10. 2017 um 13:05:47 Uhr | BremenNews-Redaktion
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Eine Studie der Jacobs University beschäftigte sich mit verschiedener Stereotypen gegenüber Altersgruppen von Beschäftigten. Die unterschiedlichen Generationen halten sich für sehr unterschiedlich, sind sich demnach aber ähnlicher, als sie denken. Es zeige sich: Nicht das Alter solle über die Förderungen von Mitarbeitern entscheiden, sondern die individuellen Charaktereigenschaften.
 
Die drei Initiatoren der Studie, Prof. Christian Roßnagel, Bror Giesenbauer und Andreas Mürdter, gingen verschiedenen Stereotypen auf den Grund und führten bei den Beschäftigten eines Autobauers Befragungen durch. Dabei ordneten sie die Befragten in drei unterschiedliche Generationen ein. Zur jüngsten Generation, genannt Y, gehörten die Befragten, die zwischen 1980 und 2000 geboren wurden. Die zweite Gruppe bestand aus den über 50-Jährigen, den sogenannten Babyboomern. In der Mitte dieser beiden Generationen fand sich Generation X.
 

Generationsübergreifend ähnliche Vorlieben

Mitarbeiter aus der Generation Y wird nachgesagt, sie seien freizeitorientiert und legen Wert auf eine gute Work-Life-Balance. Generation X soll dagegen ehrgeizig und ergebnisorientiert vorgehen, während die Babyboomer angeblich sicherheitsorientiert und wenig technikaffin sind. In der Studie wurden deshalb die Beschäftigten gebeten, eine Einschätzung über die anderen Generationen zu geben und anschließend eine Selbsteinschätzung zu formulieren.
 
Auffällig dabei: Jede Generation schreibt den jeweils anderen Generationen unterschiedliche arbeitsbezogene Präferenzen zu. Im Grund haben aber alle Generationen in der Selbsteinschätzung ähnliche Vorlieben. Die Altersgruppen halten sich für stark unterschiedlich, sind sich jedoch sehr ähnlich.
 

Präferenzen nicht vom Alter abhängig

Die Beschäftigen waren sich einig, dass die Freude an der Arbeit und die Möglichkeit zur Mitgestaltung am wichtigsten im Job sind. Bei der jüngeren Generation Y folgt die Möglichkeit, sich weiterzubilden, an dritter Stelle. Generation X und die Babyboomern legen mehr Wert auf Professionalität am Arbeitsplatz. Zudem fällt auf, dass die Unterschiede der Präferenzen innerhalb der Generationen stärker ausfallen als zwischen diesen. Individuelle berufliche Vorlieben hängen also nicht mit dem Alter zusammen, sondern viel mehr mit der Persönlichkeit des Beschäftigten.
 

Charaktereigenschaften entscheidender als Alter

Die Studie zieht das Fazit: Unternehmen sollten bei konkreten personellen Entscheidungen weniger auf das Alter achten, sondern mehr auf die individuellen Fähigkeiten von Beschäftigten. Zudem beeinflussen Altersstereotypen stark, was Angestellte voneinander denken und erwarten. Das könne gegebenenfalls zu Leistungsminderungen führen.
 





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